Raphaela Dell
Mit einer Kombination aus Psychologie, Organisationslehre und Methoden aus der Welt der Kultur und der Philosophie, befähigt sie Menschen ihr Potential voll zu nutzen.
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Kommunikationskompetenz kann man lernen
Es gibt Menschen, die stellen sich hin und sprechen und sofort passiert etwas im Raum. Man hört ihnen zu. Man glaubt ihnen. Man folgt ihnen. Man ist berührt. Diese Menschen gibt es.
Aber es sind sehr wenige. Und selbst bei ihnen ist das, was wir dann gern Talent nennen, fast nie einfach vom Himmel gefallen. Meistens ist ihm etwas vorausgegangen: eine Schärfung, eine Krise, eine leidvolle Erfahrung, ein langer Weg, eine Arbeit an sich selbst. Etwas, das die eigene Sprache verdichtet hat. Etwas, das Haltung erzeugt hat. Etwas, das Wirkung nicht zufällig, sondern bewusst werden ließ.
Ich glaube deshalb nicht an das Märchen vom reinen Naturtalent.
Vielleicht auch deshalb nicht, weil mein eigener Weg mich etwas anderes gelehrt hat. Die klassische Schauspielausbildung am Wiener Reinhardt-Seminar der Hochschule für Musik und darstellende Kunst hat mich geprägt. 20 Jahre auf der Bühne haben mich geprägt. Und 10 Jahre beim ZDF haben mich ebenfalls geprägt, mit allem, was dazugehört: journalistische Haltung, Genauigkeit, Sprachbewusstsein, Schreiben, Verdichten, Klarheit.
Gute Wirkung ist selten ein Geschenk des Himmels ist. Sie ist das Ergebnis von Arbeit, Bewusstsein und Übung. Gerade in der freien Rede gilt das ganz besonders.
Denn freie Redner:innen sprechen nicht einfach nur schön. Sie gestalten Räume. Sie halten Situationen, in denen Menschen aufgeregt, traurig, überwältigt, erschöpft, hoffnungsvoll oder innerlich ganz woanders sind. Sie sprechen bei Hochzeiten, Trauerfeiern und Willkommensfeiern in Momenten, in denen Sprache mehr können muss als nur gut zu klingen.
Wer das professionell tun will, braucht weit mehr als Herzlichkeit und ein gewisses sprachliches Talent.
Du brauchst Präsenz. Eine ausgebildete Stimme. Wirkungssicherheit. Menschenkenntnis. Gesprächsführung. Dramaturgisches Gefühl. Psychologisches Gespür. Die Fähigkeit, in einem Vorgespräch nicht nur nett zu sein, sondern zu sortieren, zu erkennen, zu priorisieren, Muster wahrzunehmen. Und vor allem brauchst du die Fähigkeit, auch an schwierigen Tagen professionell zu bleiben.
Denn deine Tagesform ist nicht immer glänzend. Auch die Familie ist nicht immer offen. Auch ein Brautpaar ist nicht immer entspannt. Auch Trauer verläuft nicht immer in stiller Würde, sondern manchmal in Überforderung, Unklarheit, Ambivalenz oder innerer Leere. Deshalb darf dieser Beruf nicht vom Zufall abhängen.
Ich möchte aus Zufall Methode machen.
Denn natürlich kann sich fast jeder Mensch hinstellen und eine Rede schreiben. Natürlich kann das auch gutgehen. Manchmal sogar sehr gut. Aber wer professionell arbeitet, sollte sich nicht darauf verlassen müssen, dass alles zufällig zusammenpasst: die eigene Form, die richtige Stimmung, die innere Sicherheit, die passende Eingebung, der gute Tag.
Professionelles Handwerk bedeutet, dass du dich auf etwas verlassen kannst. Es bedeutet, nicht den emotionalen Naturgewalten ausgeliefert zu sein. Weder den eigenen noch denen im Raum. Es bedeutet auch, aus Beziehung nicht Beliebigkeit zu machen. Herzlichkeit im Vorgespräch ist wichtig. Sehr wichtig sogar. Aber sie reicht nicht aus. Wer nur auf Wärme setzt, übersieht oft das Entscheidende. Freie Rede ist nicht nur Beziehung. Sie ist auch Psychologie. Sie ist Steuerungsfähigkeit. Sie ist die Kunst, in einem Gespräch zugleich menschlich und professionell zu bleiben. Sie ist die Fähigkeit, aus einer Fülle von Informationen das Wesentliche zu erkennen und daraus eine Rede zu formen, die trägt. Kommunikationskompetenz ist erlernbar.
Auch erfahrene Redner:innen sollten sich immer wieder überprüfen, schärfen, inspirieren und weiterentwickeln.
Der Markt ist in den letzten Jahren enorm gewachsen. Wer heute in diesem Beruf bestehen will, braucht nicht nur Herz, sondern Qualität. Nicht nur Wärme, sondern Können. Nicht nur Berufung, sondern Handwerk.
Genau deshalb habe ich mich nach vielen erfolgreichen Jahren bei der höchsten Stelle in Wien, die dieses Gütesiegel vergibt. noch einmal zertifizieren lassen. Nicht aus Eitelkeit, sondern aus Respekt vor dem Beruf.
Ich wollte es genau wissen: Halte ich selbst dem Curriculum stand? Bin ich up to date? Kann ich das, was ich in all den Jahren entwickelt habe, auch auf höchstem Niveau vertreten und weitergeben?
Diese Prüfung noch einmal zu machen, war für mich kein Marketingtrick, sondern ein Qualitätsversprechen an mich selbst.
Und ich bin froh, sagen zu können: Ja.
Ja, ich halte diesem Standard stand. Ja, ich bin up to date. Ja, ich kann andere auf diesem Niveau ausbilden.
Genau dafür steht die Heldenschmiede Rednerschule.
Für eine qualifizierte Rednerausbildung, die diesen Beruf ernst nimmt. Für eine Ausbildung, die Menschen nicht mit Talentromantik abspeist, sondern ihnen Werkzeuge, Bewusstsein, Haltung und Handwerk vermittelt. Für alle, die wissen, dass freie Rede etwas Wunderschönes ist — und zugleich ein anspruchsvoller Beruf, der Können verlangt.
Denn jeder Mensch, der heiratet, und jeder Mensch, von dem Abschied genommen wird, hat ein Recht auf eine gut gemachte, lebendige und würdige Rede.

